Battle-Hymn of the Republic

Eine der grausigsten Szenen der Oper. Sam zieht begeistert in den Krieg, die Big Band in voller Besetzung marschiert ein, ein euphorischer Kinderchor legt los, das Orchester volle Pulle – kaum zu glauben, dass es immer wieder diese Begeisterung für den Krieg gegeben hat.

Natürlich wendet sich die Stimmung: Die Projektionen zeigen Tod und Zerstörung, die Soldaten schmieren sich rote Farbe ins Gesicht und die grosse Hymne zerfällt in Dissonanz und Gekreische.

Das Rezept für die rote Farbe stammt von der Maskenbildnerin Rosie und besteht hauptsächlich aus Rote-Beet-Saft und Kartoffelmehl…

Rhythm I got!

Dieser Klassiker von Georg Gershwin darf in einer Amerika-Oper auf keinen Fall fehlen. Pia Bohnert als Mirjam und Jerome als Sam hängen sich voll rein, das Orchester und der grosse Chor legen so richtig los. Das Publikum ist beigeistert – lediglich die Eltern sind nicht amüsiert. In der nächsten Szene merkt Mirjam allerdings, dass ihr Menuchim schrecklich fehlt…

Verlass deinen Sohn nicht!

In ihrer Ratlosigkeit und Verzweiflung (und weil ihr Ehemann keine grosse Hilfe ist) wendet sich Deborah an den Rabbi und bittet um Rat. Der Chor flüstert „Verlass deinen Sohn nicht!“ und das Orchester spielt die „Ouvertüre über hebräische Themen“ von Sergej Prokofjew. Der Rabbi wird von Sarah gespielt – eine ihrer drei Rollen. Vom Abgang als Doktor bis zum Auftritt als Rabbi gab es mal gerade eine gute Minute Zeit zum Umziehen…

Präsentation in der Bremer Bürgerschaft

Kaum war der letzte Beifall verklungen, konnte die  „Stadtteiloper“ in der Bremer Bürgerschaft präsentiert werden. „Menuhims Reise“ war eines von mehreren Projekten im Rahmen von „Demokratisch Handeln“, die dort am 24. Mai dargestellt wurden. Eine Abordnung von Schülerinnen der GSO, Frau Pervez und der Schulleiter Herr Utz vertraten unsere Schule.

Hard times come again no more

Because the lads are now together
We’ll step and step and step for ever
On this beaut’ful island’s ground
That our ancestors have found!

So deklamieren die Irish-Gang-Mitglieder ihre Einstellung zu ihrer neuen Heimat, bevor sie dann ein Tänzchen präsentieren, dass die Zuschauer zum Mitklatschen und einem Zwischen-Applaus hinreisst. Danach singen Mirjam und Mac:

We will pause and vow to unite you:
Oh no! Without Menuchim no more!
Many days have gone by without seeing your beloved; Oh! Without Menuchim no more.

Die ganze Sequenz nach der Melodie von Stephen Fosters „Hard times come again no more“.

Bühnenarbeit

Licht und Ton (sooo viele Knöpfe!) werden natürlich von den bewährten Profis von Gotaque erledigt. Das bewegliche Bühnenbild, der „Verfolger“-Scheinwerfer und der Vorhang liegen dagegen in den Händen von GSO-Schülern. Der Hund passt auf. Titelbild: Der Darsteller des „Mac“, Sheldon Maxwell, bekommt einen von diesen „Microports“.

 

Das Orchester

Obwohl eigentlich das „Kernstück“, das „verbindende Element“, der „Grundstein“ des Gebildes „Stadtteiloper“, sind die Musiker während der Aufführungen weitgehend im Dunkeln und im Verborgenen – und auch relativ ungünstig zu fotografieren. Daher ist diese Auswahl des „Orchesters der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“ nicht unbedingt repräsentativ.

Jerome, alias Sam, alias Schemarjah

Jerome ist Schüler der Oberstufe unserer Schule, im 12. Jg., und belegt auch während des Unterrichtes regulär den Kurs „Darstellendes Spiel“. Er taucht im Stück in der teils glamourösen, teils tragischen Rolle des ältesten Sohnes der Familie auf, der schon nach Amerika vorausgegangen ist und dort seinen Namen von „Schemarjah“ in „Sam“ (natürlich zum Unwillen seines Vaters) umgeändert hat.

und so beginnt das Finale

Immer mehr New Yorker treffen sich und erzählen von einem berühmten Ballettänzer, der in der Stadt eingetroffen ist.

Hast du’s gehört, was man sich so erzählt,
von einem Mann, der tanzt und springt und schwebt?

Es ertönt die Fanfare aus der „King´s Row Suite“ von Erich Korngold, die verdächtig nach „Star Wars“ klingt. Erich Korngold war aber wesentlich eher dran. Die Fanfare wird auch von der Big Band der GSO mitgetragen.