Präsentation in der Bremer Bürgerschaft

Kaum war der letzte Beifall verklungen, konnte die  „Stadtteiloper“ in der Bremer Bürgerschaft präsentiert werden. „Menuhims Reise“ war eines von mehreren Projekten im Rahmen von „Demokratisch Handeln“, die dort am 24. Mai dargestellt wurden. Eine Abordnung von Schülerinnen der GSO, Frau Pervez und der Schulleiter Herr Utz vertraten unsere Schule.

Hard times come again no more

Because the lads are now together
We’ll step and step and step for ever
On this beaut’ful island’s ground
That our ancestors have found!

So deklamieren die Irish-Gang-Mitglieder ihre Einstellung zu ihrer neuen Heimat, bevor sie dann ein Tänzchen präsentieren, dass die Zuschauer zum Mitklatschen und einem Zwischen-Applaus hinreisst. Danach singen Mirjam und Mac:

We will pause and vow to unite you:
Oh no! Without Menuchim no more!
Many days have gone by without seeing your beloved; Oh! Without Menuchim no more.

Die ganze Sequenz nach der Melodie von Stephen Fosters „Hard times come again no more“.

Bühnenarbeit

Licht und Ton (sooo viele Knöpfe!) werden natürlich von den bewährten Profis von Gotaque erledigt. Das bewegliche Bühnenbild, der „Verfolger“-Scheinwerfer und der Vorhang liegen dagegen in den Händen von GSO-Schülern. Der Hund passt auf. Titelbild: Der Darsteller des „Mac“, Sheldon Maxwell, bekommt einen von diesen „Microports“.

 

Das Orchester

Obwohl eigentlich das „Kernstück“, das „verbindende Element“, der „Grundstein“ des Gebildes „Stadtteiloper“, sind die Musiker während der Aufführungen weitgehend im Dunkeln und im Verborgenen – und auch relativ ungünstig zu fotografieren. Daher ist diese Auswahl des „Orchesters der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“ nicht unbedingt repräsentativ.

Jerome, alias Sam, alias Schemarjah

Jerome ist Schüler der Oberstufe unserer Schule, im 12. Jg., und belegt auch während des Unterrichtes regulär den Kurs „Darstellendes Spiel“. Er taucht im Stück in der teils glamourösen, teils tragischen Rolle des ältesten Sohnes der Familie auf, der schon nach Amerika vorausgegangen ist und dort seinen Namen von „Schemarjah“ in „Sam“ (natürlich zum Unwillen seines Vaters) umgeändert hat.

und so beginnt das Finale

Immer mehr New Yorker treffen sich und erzählen von einem berühmten Ballettänzer, der in der Stadt eingetroffen ist.

Hast du’s gehört, was man sich so erzählt,
von einem Mann, der tanzt und springt und schwebt?

Es ertönt die Fanfare aus der „King´s Row Suite“ von Erich Korngold, die verdächtig nach „Star Wars“ klingt. Erich Korngold war aber wesentlich eher dran. Die Fanfare wird auch von der Big Band der GSO mitgetragen.

 

Tanz der Schüler und Dörfler

Die Schüler in Schuluniform mit Kippa, die Dorfbevölkerung in graubraunen Kostümen – aus Malerfilz. Das sorgte nicht nur für Begeisterung. Einige fühlten sich unangenehm an die letzte Wohnungsrenovierung erinnert, vor allem aber ist der Malerfilz innen mit Plastik beschichtet – ist also ordentlich warm.

Der Rundtanz zur Musik von Gustav Mahler, die im ersten Teil immer wieder auftaucht.

Abschied von Menuhim

Vater und Mutter Singer entschliessen sich endgültig, nach Amerika auszuwandern. Kapturak bringt Pässe und Fahrkarten und dann verabschiedet man sich von Menuchim, der allein zurückbleibt. Julie Comparini und Rafael Bruck singen

Fremd ist mir die Erd„,
einsam schlägt mein Herz
mir vertraut nur ist der Mond,
heut der Welt, uns, neugebor‟n.

Ein Ruf aus dem Dunkeln: „Verlass deinen Sohn nicht!“, dann wird es dunkel. Die Musik ist aus Korngolds „Die tote Stadt“. Damit endet der erste Teil.