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Das Finale – 1. Teil

In einer nicht repräsentativen Umfrage nach der Lieblingsszene äußerten viele Beteilgte ganz unterschiedliche Ansichten – aber gleich danach kam immer das Finale. Daher jetzt ganz ausführlich das Finale in drei Teilen. Hier der erste Teil, in dem Menuchim als Leinwandprojektion seine Epilepsie in ausdrucksvollen Tanz verwandelt.

Rhythm I got!

Dieser Klassiker von Georg Gershwin darf in einer Amerika-Oper auf keinen Fall fehlen. Pia Bohnert als Mirjam und Jerome als Sam hängen sich voll rein, das Orchester und der grosse Chor legen so richtig los. Das Publikum ist beigeistert – lediglich die Eltern sind nicht amüsiert. In der nächsten Szene merkt Mirjam allerdings, dass ihr Menuchim schrecklich fehlt…

Tanz der Schüler und Dörfler

Die Schüler in Schuluniform mit Kippa, die Dorfbevölkerung in graubraunen Kostümen – aus Malerfilz. Das sorgte nicht nur für Begeisterung. Einige fühlten sich unangenehm an die letzte Wohnungsrenovierung erinnert, vor allem aber ist der Malerfilz innen mit Plastik beschichtet – ist also ordentlich warm.

Der Rundtanz zur Musik von Gustav Mahler, die im ersten Teil immer wieder auftaucht.

Mirjam, die Gangs und Mac

Erst gibt die Irish-Gang ein Tänzchen (mit Zwischenapplaus!!!), dann erzählt Mirjam, wie sehr sie Menuhim vermisst.Mac kommt hinzu und beide singen dann im Duett: Stephen Fosters „Hard times will come again no more“

Many days have gone by without seeing your beloved; Oh! Without Menuchim no more.

Ankunft und Show-Line

Nach der langen Überfahrt, dargestellt durch die animierten Papierwellen, nach der Ansage der Erzählerkinder, legt New York los: Die Showline tritt auf, Sam und Mac begrüssen begeistert die Familie und alle New Yorker tanzen mit. Vor allem Mirjam ist beigeistert, die Eltern eher etwas ratlos.

 

Menuhims Ankunft

Im Moment grösster Verzweiflung und Resignation erreicht Mendel und Deborah die Nachricht, dass Mirjam lebt und mit Menuchim  zurückgekehrt ist. Menuhim ist inzwischen ein berühmter Tänzer – der hier zur Musik von Barbers Agnus Dei (auch als „Barbers Adagio“ bekannt) erst im Film und dan auf der Bühne tanzt, bevor er seine Familie wiedertrifft. Die Szene ist natürlich viel länger – und ungeheuer ergreifend.

Das Ende der Reise

Mirjam hat es geschafft, ihren Bruder nach Amerika nachzuholen. Er tritt unvermutet als berühmter Balletttänzer auf. Vor seinem Auftritt auf der Bühne sieht man ihn in einer Filmprojektion aus seinen epileptischen Zuckungen einen ausdrucksvollen Tanz entwickeln. Der Tänzer ist Damiaan Veens. Film und Projektion hat das Bühnenbildteam erstellt. Dazu die ungeheuer sentimentale Musik von Samuel Barber („Barber´s Adagio“).

Dancing in the steets

Mirjam (Pia Bohnert) und Sam (Jerome) tanzen in den Strassen von New York. Mirjam ist fest entschlossen, das Beste aus ihrer neuen Heimat zu machen. Jerome hält mit – und zieht allerdings bald in den 2. Weltkrieg, aus dem er nicht zurückkehren wird.

Die Musik ist natürlich – wie es sich gehört –  „I got Rhythm“ von George Gershwin. Der Kinderchor singt mit. Bin gespannt, wie es sich dann mit dem Orchester der Kammerphilharmonie anhören wird.


Irish-Gang probt mit Alexander Radulescu

Meine Güte, was für eine Gedulds – Probe. Und so viel zu bedenken: Die richtige Aussprache (th!), die Intonation, die Körpersprache, die Choreografie usw. Und noch einmal und noch einmal. Und das restliche Personal dieser Ankunftsszene sitzt und wartet und kann nichts tun. Hier wird echt die Geduld geprobt. Ich freue mich jedenfalls darauf, die Beteiligten in Kostümen auf der Bühne mit Orchester-Begleitung zu sehen und zu hören. Am Klavier: Klaus Heidemann (Korrepetition).