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Vernissage: Donnerstag, 7. September, 17.00 Uhr

Die Ausstellung zeigt in über 150 Exponaten einen grossen Überblick über das Projekt – von den ersten Proben bis zum Schlussapplaus. 
Gemacht wurden die Fotos von Schülerinnen und Lehrerinnen der GSO. Zu sehen sind die Bilder (und einige Vitrinen) voraussichtlich bis Mitte Februar.
Und es gibt ein vorzeigbares Programm (vorläufig):
Bläser 9.1/10.1:  Battle Hymn of the Republic
Kleiner Chor: Shall we gather at the river
Schüler der 7.3 und 9.3: Tanz der Dörfler und Schüler (im Kostüm)
9.2 (mit Kostümen): Getränke und Süssigkeiten
Reden:  Frau Staatsrätin Emigholz
Herr Hans Utz
Lea Fink

 

Grosse Ansicht:

Menuchims erste Begegnung mit der Musik

Menuchims Schwester – die in der Szene davor noch versucht hat, ihn gemeinsam mit ihren anderen Brüdern umzubringen – versucht Menuchim zu füttern und ihm irgendeine Reaktion zu entlocken. Sie klopft schliesslich rhythmisch an eine Tasse und erweckt Menuchims Interesse. Das Lied, das sie ihm vorsingt, ist das von Franz Schreker vertonte „Das hungernde Kind“ – ein  Text aus einer Sammlung alter deutscher Volksliederaus des Knaben Wunderhorn

Maskenexperimente

Für Deborahs Alptraumszene im ersten Teil war klar, dass es für die Gespensterarmee aus dem Lied „Revelge“ von Gustav Mahler Totenmasken geben sollte. Zunächst wurde mit Schminken experimentiert, was zwar gruselig aussah, aber für die Szene zu zeitaufwändig war.

Danach brachte Alexander Radulescu eine Faltanleitung für eine Papiermaske ins Spiel – sehr schick, aber zu knitteranfällig. Schliesslich gab es diese „Terminator“ Masken, die mit Leuchtfarbe bemalt wurde. Unter Schwarzlicht richtig fies – leider gab es dann während der Aufführungen kein Schwarzlicht so sahen die Masken immerhin bleich, zerschunden und auch richtig übel aus.

 

Ankunft mit Projektion

Mit der Projektion/Animation des Bühnenteams wird die Ankunft der Familie in New York und Ellis Island geschildert. Die Erzählerkinder – in schicken Matrosenanzügen – berichten von den ersten Eindrücken, wie der Begegnung mit der kollossalen Freiheitsstatue:

Mendel Singer sah die Freiheitsstatue und lernte, dass sie hunderteinundfünfzig Fuß hoch und im Innern hohl sei und dass man sie besteigen könne. Um den Kopf trug sie eine Strahlenkrone und in der Rechten hielt sie eine Fackel. Und das Schönste war, dass diese Fackel in der Nacht brannte und dennoch niemals ganz verbrennen konnte. Denn sie war elektrisch.


… oft denk ich, sie sind nur ausgegangen

Nachdem Mac die Nachricht von Sam´s Tod den Eltern überbracht hat, singt Deborah eines der „Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler. Der Text, den Mahler noch für vier weitere der „Kindertotenlieder“ gewählt hat, stammt von dem romantischen Dichter Friedrich Rückert. Rückert hat den Schmerz über den Verlust zweier seiner Kinder in 428 „Kindertotengedichten“ verarbeitet.

Als ich die Sängerin Julie Comparini in einer Pause fragte, wie man so ein Lied singen kann, ohne in Tränen auszubrechen, antwortete sie, dass sie im Moment der Darbietung viel zu sehr auf das Technische des Singens,  den Ablauf usw. achten müsse – aber wenn sie das Lied zu Hause übe, käme schon mal die eine oder andere Träne.

Finale 3. Teil

Menuchim kann endlich seine Eltern in die Arme schliessen. Dann beginnt Mac zu singen, eine Hymne von Aaron Copland: „At the River“

Shall we gather at the river,
Where bright angel’s feet have trod,
With its crystal tide forever,
Flowing by the throne of God.

Nach und nach fallen die anderen Familienmitglieder, die New Yorker, die Erzählerkinder und schliesslich alle Beteiligten ein: Ganz grosses Finale!

Das Finale – 1. Teil

In einer nicht repräsentativen Umfrage nach der Lieblingsszene äußerten viele Beteilgte ganz unterschiedliche Ansichten – aber gleich danach kam immer das Finale. Daher jetzt ganz ausführlich das Finale in drei Teilen. Hier der erste Teil, in dem Menuchim als Leinwandprojektion seine Epilepsie in ausdrucksvollen Tanz verwandelt.

Battle-Hymn of the Republic

Eine der grausigsten Szenen der Oper. Sam zieht begeistert in den Krieg, die Big Band in voller Besetzung marschiert ein, ein euphorischer Kinderchor legt los, das Orchester volle Pulle – kaum zu glauben, dass es immer wieder diese Begeisterung für den Krieg gegeben hat.

Natürlich wendet sich die Stimmung: Die Projektionen zeigen Tod und Zerstörung, die Soldaten schmieren sich rote Farbe ins Gesicht und die grosse Hymne zerfällt in Dissonanz und Gekreische.

Das Rezept für die rote Farbe stammt von der Maskenbildnerin Rosie und besteht hauptsächlich aus Rote-Beet-Saft und Kartoffelmehl…

Rhythm I got!

Dieser Klassiker von Georg Gershwin darf in einer Amerika-Oper auf keinen Fall fehlen. Pia Bohnert als Mirjam und Jerome als Sam hängen sich voll rein, das Orchester und der grosse Chor legen so richtig los. Das Publikum ist beigeistert – lediglich die Eltern sind nicht amüsiert. In der nächsten Szene merkt Mirjam allerdings, dass ihr Menuchim schrecklich fehlt…