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Battle-Hymn of the Republic

Eine der grausigsten Szenen der Oper. Sam zieht begeistert in den Krieg, die Big Band in voller Besetzung marschiert ein, ein euphorischer Kinderchor legt los, das Orchester volle Pulle – kaum zu glauben, dass es immer wieder diese Begeisterung für den Krieg gegeben hat.

Natürlich wendet sich die Stimmung: Die Projektionen zeigen Tod und Zerstörung, die Soldaten schmieren sich rote Farbe ins Gesicht und die grosse Hymne zerfällt in Dissonanz und Gekreische.

Das Rezept für die rote Farbe stammt von der Maskenbildnerin Rosie und besteht hauptsächlich aus Rote-Beet-Saft und Kartoffelmehl…

Rhythm I got!

Dieser Klassiker von Georg Gershwin darf in einer Amerika-Oper auf keinen Fall fehlen. Pia Bohnert als Mirjam und Jerome als Sam hängen sich voll rein, das Orchester und der grosse Chor legen so richtig los. Das Publikum ist beigeistert – lediglich die Eltern sind nicht amüsiert. In der nächsten Szene merkt Mirjam allerdings, dass ihr Menuchim schrecklich fehlt…

Verlass deinen Sohn nicht!

In ihrer Ratlosigkeit und Verzweiflung (und weil ihr Ehemann keine grosse Hilfe ist) wendet sich Deborah an den Rabbi und bittet um Rat. Der Chor flüstert „Verlass deinen Sohn nicht!“ und das Orchester spielt die „Ouvertüre über hebräische Themen“ von Sergej Prokofjew. Der Rabbi wird von Sarah gespielt – eine ihrer drei Rollen. Vom Abgang als Doktor bis zum Auftritt als Rabbi gab es mal gerade eine gute Minute Zeit zum Umziehen…

Hard times come again no more

Because the lads are now together
We’ll step and step and step for ever
On this beaut’ful island’s ground
That our ancestors have found!

So deklamieren die Irish-Gang-Mitglieder ihre Einstellung zu ihrer neuen Heimat, bevor sie dann ein Tänzchen präsentieren, dass die Zuschauer zum Mitklatschen und einem Zwischen-Applaus hinreisst. Danach singen Mirjam und Mac:

We will pause and vow to unite you:
Oh no! Without Menuchim no more!
Many days have gone by without seeing your beloved; Oh! Without Menuchim no more.

Die ganze Sequenz nach der Melodie von Stephen Fosters „Hard times come again no more“.

Jerome, alias Sam, alias Schemarjah

Jerome ist Schüler der Oberstufe unserer Schule, im 12. Jg., und belegt auch während des Unterrichtes regulär den Kurs „Darstellendes Spiel“. Er taucht im Stück in der teils glamourösen, teils tragischen Rolle des ältesten Sohnes der Familie auf, der schon nach Amerika vorausgegangen ist und dort seinen Namen von „Schemarjah“ in „Sam“ (natürlich zum Unwillen seines Vaters) umgeändert hat.

und so beginnt das Finale

Immer mehr New Yorker treffen sich und erzählen von einem berühmten Ballettänzer, der in der Stadt eingetroffen ist.

Hast du’s gehört, was man sich so erzählt,
von einem Mann, der tanzt und springt und schwebt?

Es ertönt die Fanfare aus der „King´s Row Suite“ von Erich Korngold, die verdächtig nach „Star Wars“ klingt. Erich Korngold war aber wesentlich eher dran. Die Fanfare wird auch von der Big Band der GSO mitgetragen.

 

Tanz der Schüler und Dörfler

Die Schüler in Schuluniform mit Kippa, die Dorfbevölkerung in graubraunen Kostümen – aus Malerfilz. Das sorgte nicht nur für Begeisterung. Einige fühlten sich unangenehm an die letzte Wohnungsrenovierung erinnert, vor allem aber ist der Malerfilz innen mit Plastik beschichtet – ist also ordentlich warm.

Der Rundtanz zur Musik von Gustav Mahler, die im ersten Teil immer wieder auftaucht.

Abschied von Menuhim

Vater und Mutter Singer entschliessen sich endgültig, nach Amerika auszuwandern. Kapturak bringt Pässe und Fahrkarten und dann verabschiedet man sich von Menuchim, der allein zurückbleibt. Julie Comparini und Rafael Bruck singen

Fremd ist mir die Erd„,
einsam schlägt mein Herz
mir vertraut nur ist der Mond,
heut der Welt, uns, neugebor‟n.

Ein Ruf aus dem Dunkeln: „Verlass deinen Sohn nicht!“, dann wird es dunkel. Die Musik ist aus Korngolds „Die tote Stadt“. Damit endet der erste Teil.

Mirjam, die Gangs und Mac

Erst gibt die Irish-Gang ein Tänzchen (mit Zwischenapplaus!!!), dann erzählt Mirjam, wie sehr sie Menuhim vermisst.Mac kommt hinzu und beide singen dann im Duett: Stephen Fosters „Hard times will come again no more“

Many days have gone by without seeing your beloved; Oh! Without Menuchim no more.

Ankunft und Show-Line

Nach der langen Überfahrt, dargestellt durch die animierten Papierwellen, nach der Ansage der Erzählerkinder, legt New York los: Die Showline tritt auf, Sam und Mac begrüssen begeistert die Familie und alle New Yorker tanzen mit. Vor allem Mirjam ist beigeistert, die Eltern eher etwas ratlos.